AGM Batterien

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Was ist eine AGM Batterie?

Bei sogenannten AGM-Batterien handelt es sich um die neueste Weiterentwicklung von Blei-Säure Batterien. Bei der AGM-Batterie handelt es sich grundsätzlich um eine Bleibatterie bei der der Elektrolyt in einem Vlies aus Glasfaser gebunden ist. Die gängige Bezeichnung auf dem Markt ist VRLA-AGM.

VRLA bedeutet auf englisch "valve-regulated lead-acid battery" und heißt deswegen so, weil es sich wie bei Gelbatterien um verschweißte nicht zu öffnende Batteriegehäuse handelt die lediglich über ein Überdruckventil, übermäßigen Arbeitsdruck ablassen können. Der Druck, unter dem sich AGM-Batterien befinden, beträgt von 20 bis 200 Millibar. Bei Überdruck kann das Gas durch einen Entgasungskanal entweichen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist am Ende des Entgasungskanals meist ein Rückzundschutz eingebaut, der bei Feuer von außerhalb des Batteriegehäuses eine Explosion verhindert.

AGM steht für "absorbent glass mat", eine Blei-Vlies-Technologie, die es erlaubt, dass die Batteriesäure nicht wie bei herkömmlichen Batterietypen in einem Behälter hin- und herschwappt, sondern Schwefelsäure in mehreren Lagen Mikroglasvlies, die vertikal hintereinander aufgereiht sind, gebunden ist.

Als geschlossenes System ist diese Art Batterie überdies wartungsfrei, d.h. es muss keine Flüssigkeit nachgefüllt werden. Auch in Bezug auf Umweltverträglichkeit sind AGM-Batterien überaus zukunftsfähig. Da, wie bereits erwähnt, bei Stößen oder Schlägen gegen das Gehäuse keine Batteriesäure austreten kann und auch der Transport, der Einbau oder die (kurzzeitige) Lagerung in jeglicher Lage unbedenklich ist, handelt es sich bei AGM-Batterien, im Gegensatz zu diversen anderen Batterietypen, nicht um Gefahrgut.

Die AGM-Batterie ist also eine Weiterentwicklung also von der reinen VRLA-Batterie zur Vlies-VRLA-Batterie.

Welche Vorteile hat eine AGM-Batterie im Vergleich zu Nassbatterien?

Die Vorteile einer AGM-Batterie sind vielseitig. Zu den wichtigsten Vorteilen zählt sicherlich die höhere Zyklenfestigkeit, doch hierzu gleich mehr?
  • Im Falle einer Beschädigung kann keine Batteriesäure austreten, zudem muss die Batterie nicht ausschließlich in horizontaler Lage transportiert, gelagert oder montiert werden. Auch sind AGM-Batterien unempfindlicher gegen Stöße oder Erschütterung.
  • Durch den vergleichsweise geringen Innenwiderstand der AGM-Akkus sind Sie sehr gut geeignet um z.B. kurzfristig hohe Ströme liefern zu können, dies macht Sie zu sehr guten Batterie für Starteranwendungen.
  • Die Selbstentladung ist deutlich geringer im Vergleich zu Nassbatterien. Hierdurch wird die Effizienz der Batterie gesteigert und häufiges Nachladen ist nicht mehr nötig.
  • AGM-Akkus sind unempfindlicher gegenüber Tiefentladung, zugleich liefern sie bei kalten Temperaturen wesentlich höhere Kaltstartwerte im Vergleich zu Nassbatterien.
  • Durch die höhere Zyklenfestigkeit ist auch die Lebensdauer der Batterie höher.


Aufgrund dieser höheren Zyklenfestigkeit eignen sich AGM-Batterien vor allem zum Gebrauch in KFZ, da sie den Anforderungen für den Start des Motors, nämlich innerhalb weniger Sekunden hohe Ströme zu erzeugen, aber auch aufzunehmen, optimal gerecht werden. Diese Eigenschaften machen sich moderne Fahrzeuge mit sog. "Start-Stop-Technologie" zu Nutze. Nur AGM-Batterien halten die ständige Belastung durch Motorstarts aus und lassen sich während Bremsphasen in hohen Mengen Strom liefern und absorbieren diesen auch. Diesen Vorgang nennt man Rekuperation.

Sind alle AGM-Batterien gleich?

Nicht alle AGM-Batterien haben gleiche Eigenschaften. Es handelt sich hierbei lediglich um ein zusätzliches Feature, dass bei schon vorhandenen Batteriearten Anwendung findet. Grundsätzlich werden 2 Grundarten unterschieden, wobei es auch Hybride gibt die Eigenschaften beider Typen vereinen.


Die AGM-Starterbatterie:

Die AGM-Starterbatterie findet Ihre Anwendung wie bereits erwähnt in neueren Fahrzeugen mit "Start-Stop-Technologie" . Dabei handelt es sich um eine reine Startbatterie die durch die AGM-Technik zyklenfester gemacht wurde, hierdurch wird erst ermöglicht, dass die Batterie ohne Schaden zu nehmen, das Fahrzeug ständig starten kann. AGM-Starterbatterien sind grundsätzlich die günstigsten AGM-Varianten, da die günstige Starterbatterietechnik mit AGM-Vorteilen verknüpft wurde.

Durch die erhöhte Zyklenfestigkeit ist die Batterie auch als Hybrid nutzbar, sprich, Sie kann z.B in Fahrzeugen sowohl als Starter als auch als Versorgungsbatterie genutzt werden. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen Kompromiss. Dennoch bieten viele Wohnmobilhersteller kleinere Fahrzeuge mit diesen Hybridbatterien an, nutzen diese jedoch als reine Versorgungsbatterie. Die Zyklenfestigkeit ist bei diesem Nutzungsprofil natürlich nicht optimal hierfür gibt es reine AGM-Versorgungsbatterien. Der Unterschied liegt unter Anderem in der Dicke der Bleiplatten. Weisen Bleigitter von Starterbatterien eher einen dünnen Querschnitt auf und haben eine zerklüftete und möglichst großflächige Oberfläche, um kurzfristig hohe Strome liefern zu können, haben echte Versorgungsbatterien andere Qualitäten.


Die AGM-Versorgungsbatterie:

Bei AGM Versorgungsbatterien, macht man sich die schon zyklenfeste Technologie von Versorgungsbatterien zu Nutze und macht diese noch Zyklenfester. Des Weiteren ergeben sich die schon bereits genannten Vorteile. Hierdurch ergeben sich hochstromfeste und gleichzeitig zyklenfeste Versorgungsbatterien mit einer noch höheren Lebensdauer als konventionelle Nassbatterien.

Doch auch hier gilt: Nicht alle AGM-Versorgungsbatterien sind gleich.

Was den Batterien von außen nicht anzusehen ist, macht sich während der Nutzung nur zu deutlich bemerkbar.

Wie unterscheide ich hochwertige von weniger hochwertigen AGM-Batterien?

Grundsätzlich gilt unabhängig ob Versorgungs- oder Starterbatterie in AGM-Ausführung, was für alle Bleibatterien gilt: je schwerer desto besser. Da die Bleiplatten das Hauptgewicht der Batterie ausmachen und eine hohe Dicke der Gitter viele Vorteile hat, kann man hiervon nicht genug haben. Wiegt im Zweifel also eine Batterie mehr als Ihr Konkurrent, sollte man sich grundsätzlich für das schwerere Modell entscheiden.

Finger weg von Billigbatterien:

Gute zyklenfeste AGM-Batterien haben meist einen deutlich höheren Preis als konventionelle Nassbatterien und das nicht ohne Grund.

Die deutlich aufwendigere Konstruktion und der Gebrauch von mehr Material macht sie ca. 30-100% Teurer als konventionelle Nassbatterien. Seien Sie vorsichtig beim Kauf von angeblich hoch zyklenfesten AGM-Batterien, die etwa das gleiche Kosten wie Nassbatterien. Entweder handelt es sich hier um niedrigste Qualität oder aber es ist nicht drin was drauf steht. Sprich: Die Batterie hat weniger Kapazität zur Verfügung als aufgedruckt wurde.

Kann ich mein Fahrzeug von einer Nass- zu einer AGM-Batterie umrüsten?

Unabhängig Ob es sich um eine AGM-Starterbatterie oder AGM-Versorgungsbatterie handelt, ist es ausschlaggebend, mit welcher Spannung und welcher Ladekennlinie Ihre jetzige Batterie geladen wird.

Bei AGM-Starterbatterien gilt:
Grundsätzlich sind AGM-Batterien nur für neuere Fahrzeuge mit Batteriemanagementsystem geeignet und auch gebaut worden.

Man kann jedoch auch Fahrzeuge bedingt auf AGM-Batterien umrüsten, wobei sich viele Fahrzeugbesitzer mehr Vorteile erhoffen, als tatsächlich eintritt.

Fahrzeuge mit Baujahren bis einschließlich Ende der 1990er Jahre haben Ladespannungen bis ca. 13,8V. Bei diesen Fahrzeugen ist die Verwendung von AGM-Batterien gänzlich nicht möglich, da hier eine Vollladung der Batterie nicht möglich ist.

Ab etwa 2000 weisen die meisten Lichtmaschinen geregelte Spannungen von 14,4 bis 14,7 V auf. An diese Spannung sind AGM-Batterien angepasst und können auch in Fahrzeugen verwendet werden, bei denen vorher eine normale Nassbatterie verbaut war. Um jedoch sicher zu gehen, können Sie unseren Kundenservice anrufen oder Ihren Fahrzeughersteller kontaktieren.

Vorsicht
Bei einer Umrüstung von Nass- auf AGM-Starterbatterie darf die Batterie nur an Temperaturneutralen Orten (meist im Innenraum oder Kofferraum) verbaut werden. Eine Montage im Motorraum ist für AGM-Batterien aufgrund der Flüssigkeitsverluste durch Wärme tödlich!
Bei AGM-Versorgungsbatterien gilt: Grundsätzlich das gleiche wie für AGM-Starterbatterien
Zusätzlich sei erwähnt, dass bei AGM-Versorgungsbatterien meist über Solarzellen oder Ladegeräte nachgeladen wird. Bei beiden Methoden ist zu gewährleisten, dass keine Ladespannungen über 14,7V anliegen und zumindest eine IU-Ladekennlinie eingehalten wird. Bei Ladegeräten ist wenn möglich eine IUoU-Ladekennlinie zu verwenden, bei der nach der Hauptladung in die Erhaltungsladung mit meist 13,8V umgeschaltet wird, um die Batterie nicht unnötig zu belasten. Die Verwendung von alten meist Trafo-Ladern ist höchstens zum kurzfristigen nachladen geeignet.

Abschließend bleibt zu erwähnen: die höheren Anschaffungskosten eines AGM-Akkus gleichen sich nicht nur dank der hohen Zyklenfestigkeit dieses Batterietypus aus, sondern werden auch durch die Wartungsfreiheit des Systems und dadurch, dass es generell stabiler und unempfindlicher als herkömmliche Blei-Säure-Akkus ist, zu einer zu vernachlässigenden Größe.