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Wohnmobil Batterien

Alle Verbraucher onboard versorgen

Bei einer Wohnmobilbatterie handelt es sich um eine Versorgungsbatterie, die zur Stromversorgung aller im Camper und Wohnmobil befindlichen Verbrauchern dient. Bei den meisten Wohnmobilbatterien handelt es sich heute noch um zyklenfeste auf Blei basierende 12V Akkus, die alleine oder als Verbund zu Reihen- oder Parallelschaltungen verbunden werden.
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Langlebige Versorungsbatterie auf Basis von Gel-Technologie

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Worauf muss ich beim Kauf einer Wohnmobilbatterie achten?

Da es auf dem Markt unzählige Anbieter von Wohnmobilbatterien gibt, fällt es oft schwer Gut von Schlecht zu unterscheiden, wobei der Preis häufig wenig über die Qualität aussagt.

Oberstes Kaufkriterium, unabhängig von der Technologie (dazu später mehr), ist die Zyklenfestigkeit der Batterie, sprich die Lebensdauer. Die Zyklenfestigkeit gibt an, wieviele Be- und Entladung bei gleichbleibender Entladetiefe die Batterie mitmacht bis ein vorher bestimmter Kapazitätsabfall stattfindet. Je höher dieser Wert, desto länger hält die Batterie.

Wovon hängt diese Zyklenfestigkeit ab?

Wieder unabhängig von Hersteller und Technologie ist das Gewicht der Batterie häufig ein nicht zu vernachlässigendes Qualitätskriterium, dass sich direkt auf die Zyklenfestigkeit auswirkt.

Die in Batterien verwendeten Bleigittersätze bestehen, wie man erahnen kann, zum Großteil aus reinem Blei. Eine Verdickung des Querschnitts dieses Gittermaterials geht meist mit einer Verbesserung der Zyklenfestigkeit der verwendeten Gittersätze einher. Somit sind dickere und damit schwerere Bleigitter häufig ein Indiz für eine höhere Zyklenfestigkeit.

Vergleicht man zwei Batterien gleicher Bauart von verschiedenen Hersteller, ist die Batterie, die z.B. 5-10% mehr auf die Waage bringt, vermutlich zyklenfester als ihr Konkurrent, oder hat zumindest eine etwas höhere Kapazität, was sich jedoch auch indirekt auf die Zyklenfestigkeit auswirkt.
Vorsicht!
Ist eine Batterie deutlich leichter als der Durchschnitt anderer Vergleichsmodelle, wurde vermutlich an der falschen Stelle gespart oder gar gemogelt!

Entweder wurden hier minderwertige leichte Bleigitter verwendet oder aber die Nennkapazität entspricht nicht der Angabe auf der Batterie, sprich die Batterie hat weniger Kapazität (Ah) als angegeben. Beides wirkt sich schlecht auf die Zyklenfestigkeit aus.

Dieses Problem kommt häufig jedoch insbesondere bei No-Name-Billigbatterien vor, also hier besonders auf das Gewicht achten bzw. nach dem Kauf selbst nachmessen!

Da das Blei, das in den Batterie Verwendung findet einen Großteil der Materialkosten ausmacht, spiegelt sich dies jedoch meist auch teilweise im Preis wieder.

Soll ich eine Gel-, AGM- oder Nassbatterie als Wohnmobilbatterie verwenden?

Grundsätzlich gibt es von verschiedenen Herstellern von Wohnmobilbatterien bzw, Verbraucherbatterien verschiedenen Ausführungen und Technologien.

Nassbatterien sind konventionelle zyklenfeste Batterien mit flüssigem Elektrolyt. Der Vorteil hier ist, dass bei gleicher genormter Baugröße diese Batterien meist ggü. Gel-und AGM-Batterien eine höhere Kapazität aufweisen, da im Gehäuse keine weiteren Platzverdrängenden Bauteile enthalten sind und somit mehr für das Wesentliche, die Kapazität der Gitter bleibt. Die Zyklenfestigkeit der verbauten Gitter ist hier schon sehr gut, wobei der zusätzliche Vorteil der meist höheren Kapazität sich auch direkt positiv auf die Lebensdauer auswirkt.

Der Nachteil hier ist jedoch die Bauartbedingte offene bzw. teils offene Bauweise. In der Endphase der Ladung erreicht die Batterie die sogenannte "Gasungsspannung" die in Maßen so auch gewollt ist. Diese Gase (zum Großteil Wasserstoff) und Kondensate sind Feuergefährlich und verursachen obendrein unangenehme Schwefelhaltige (nach "faulen Eiern riechende" Gerüche, die möglichst abgeleitet werden sollten.
Sind Wohnmobilbatterien im Innern des Wohnmobils verbaut und verfügen die Batterien über eine zentrale Gasableitung (zu sehen an einem seitlichen Stopfen) können diese Gase mittels Schlauch problemlos ins Freie abgeleitet werden. Tun Sie dies nicht, ist von einer Montage in unbelüfteten Ecken des Innenraums abzuraten.

Mit der Gasung geht auch ein sukzessiver Verlust von Wasser im Elektrolyt einher. Die meisten Nassbatterien sind auch heute noch meist nicht völlig Wartungsfrei, sodass regelmäßig nach dem Elektrolytspiegel geschaut und dieser ggf. mit destilliertem Wasser korrigiert werden muss.


AGM-Versorgungsbatterien und GEL-Versorgungsbatterien

Wie der Name Absorbent-Glass-Matt schon sagt handelt es sich bei AGM grundsätzlich um Blei-Säure-Batterien die allerdings eine Säureaufnehmende Vliesschicht an den Gittern tragen. Diese Vliesschicht, hilft unter Anderem die galvanische Reaktion in der Batterie geregelter ablaufen zu lassen.

Bei Gelbatterien handelt es sich auch grundsätzlich um Blei-Säure-Batterien, deren Elektrolyt mit Hilfe von Kieselsäure geliert wurde. Gelbatterien werden grundsätzlich als SLA ="sealed Lead-Acid" (versiegelte Blei-Säure) Batterie gefertigt. Hier ist das Gehäuse vollkommen verschlossen. Dank des gelierten Elektrolyts tritt hier fast gar keine Säureschichtung auf. Gelbatterien gängiger Hersteller weisen eine häufig doppelt so hohe Zyklenfestigkeit ggü. Nass-Versorgungsakkus auf.

Sowohl Gel- als auch AGM-Versorgungsbatterien haben den Vorteil, den zyklenfesten Grundaufbau der Versorgungsbatterie noch zyklenfester zu gestalten und dabei eine vollverschlossene gasungsfreie Alternative zur Nassbatterie zu bieten.

Der Vorteil des Gasungsfreiheit bei Gel- und AGM-Akkus bezahlt man mit der Einschränkung der Flexibilität. Diese Batterie dürfen auf keinen Fall an warmen Orten verbaut werden. Auch muss die Ladekennlinie auf die jeweilige Technologie genau abgestimmt sein. Wird auf diese Punkte nicht geachtet, tritt ein signifikanter Flüssgkeitsverlust ein, der bis zum Funktionsausfall der Batterie führen kann.

Welche Wohnmobil-/Versorgungsbatterie ist die richtige für mich?

Alle Technologien haben ihre Vor- und Nachteile. Handelt es sich um einen völlig neuen Aufbau der technischen Komponenten in einem Trailer oder Wohnmobil, sollten alle Komponenten auf die Batterie und umgekehrt abgestimmt sein. Hier eine pauschale Empfehlung auszusprechen wäre unseriös. Handelt es sich jedoch nur um einen Austausch von Altbatterien wird meist davon abgeraten die Technologien zu wechseln, da selbst hier meist Veränderungen in der Ladetechnik und evtl. Entgasungsinstallationen fällig sind.

Ein Beispiel:
Sind Wohnmobil- und Versorgungsbatterien im unbelüfteten Innenraum des Fahrzeugs verbaut, ist die Montage von Nassbatterien meist nur mit erheblichem Aufwand zu verbauen, da eine Entgasung montiert werden muss und zumindest der Entgasungsschlauch der Batterie nach außen führen sollte.

Sind wiederum vorher AGM-Batterien verbaut gewesen und sollen diese gegen kostengünstigere Nassbatterien getauscht werden, muss hier in jedem Fall nach der Ladekennlinie des Ladegeräts geschaut werden. AGM-Batterien weisen häufig Absorptionspannungen von bis zu 15,0V auf. Diese Spannung würde auf Dauer die Nassbatterie austrocknen und zudem zu einer irreparablen Gitterkorrosion führen.
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